Ein mysteriöser Kriminalfall ereignete sich 1958 in der Stadt Nürnberg. Es war der 9. März 1958, als eine Spaziergängerin im Wald bei Nürnberg-Moorenbrunn spazieren ging. Der Wald war noch in Schnee gehüllt, als die Spaziergängerin einen Arm entdeckte, der durch die Sonne unter der Schneedecke freigelegt worden war. Sofort alarmierte diese die Polizei, die nun die Leiche einer älteren Dame unter dem restlichen Schnee fand. Diese hatte in ihrem Mund einen Knebel und um ihren Hals hing ein Kabel. Die Autopsie ergab, dass die Frau erschossen worden war. Die Leiche entpuppte sich als die 62 Jahre alte Maria P. aus Gera, die als Haushälterin bei einer vermögenden Familie in Nürnberg in der Arminiusstraße tätig war. Am 20. Dezember hatte diese Knall auf Fall das Haus ihres Arbeitgebers verlassen. Seitdem fehlte jede Spur von Maria. Die Kripo ermittelte auf Hochtouren, was Maria P. zugestoßen war, die weder über Vermögen verfügte, noch irgendwelche dunklen Geheimnisse hatte. Trotzdem war diese ermordet worden. Aber warum und von wem? Alle Spuren verliefen zunächst im Sande, bis im August ein Pilzsammler unweit vom Fundort von Marias Leiche, zwischen Fischbach und Birnthon eine weitere Leiche entdeckte. Diesmal handelte es sich um den 36 Jahre alten Matthias N., der bei der Polizei als vermisst gemeldet worden war. Die Obduktion ergab, dass Matthias ebenfalls wie Maria erschossen worden war. Außerdem befand sich in seinem Mund ein Stück Stoff. Er war somit auch wie Maria geknebelt worden. Konnte dies ein Zufall sein? Die Ermittler durchforsteten Matthias Umfeld, der zusammen mit seiner Ehefrau zur Untermiete bei der 65 Jahre alten Elisabeth W. im Kirchenweg wohnte. Diese wollten die Ermittler nun befragen, doch Elisabeth W. war wie vom Erdboden verschluckt. Keiner wusste, wo die quirlige ältere Dame steckte. Zuletzt wurde diese mit zwei Männern gesehen, die sich als Kriminalbeamte ausgegeben hatten und Matthias Wohnung durchsuchen wollten. Doch Elisabeth kamen die beiden Männer mit ihren Dienstausweisen suspekt vor, weshalb sie ihnen den Zutritt in Matthias Wohnung verweigerte. Seitdem galt Elisabeth als verschwunden. Es stellte sich heraus, dass keine Kriminalbeamten zu Elisabeths Haus geschickt worden waren. Diese hatten offensichtlich gefälschte Dienstausweise genutzt, um so in Matthias Wohnung zu gelangen. Aber warum? Eine Woche nach dem Fund von Matthias Leiche, kam es zu einer erneuen grausamen Entdeckung. Der Pächter des Weihers bei Lauf fand beim Unkraut beseitigen einen Arm. Anhand des Ringes am Finger konnte dieser Elisabeth W., der Untermieterin zugeordnet werden. Nun hatten die Ermittler es offensichtlich mit 3 Morden zutun, was den Druck in der Öffentlichkeit immens erhöhte. Um die rätselhafte Mordserie schnellstmöglich zu klären, wurde eine Sonderkommission bestehend aus 22 Beamten gebildet. Fieberhaft wurde nach den menschlichen Überresten von Elisabeth gesucht, die 100 Meter vom Weiher entfernt im Unterholz gefunden wurden. Auch Elisabeth war durch einen Kopfschuss getötet worden. Während der Ermittlungen rückte Matthias Sparbuch mit einer Summe von 20.000 Mark in den Vordergrund der Ermittlungen. Ein Bankangestellter berichtete, dass am 22. Juli ein Mann versucht hatte, die 20.000 Mark vom Sparbuch abzuheben. Da die Summe sehr hoch war, wollte der Bankangestellte, dass der Sparbuchinhaber selbst das Geld abhob. Daraufhin verließ der Mann unverrichteter Dinge die Bank, ließ aber das Sparbuch zurück. Matthias Ehefrau aus sagte, dass ihr Ehemann ihr einen Tag zuvor erzählt hatte, dass er sich am nächsten Tag, also am 22. Juli mit einem Kollegen treffen wollte. Bei den Recherchen kam ans Licht, dass Matthias in Anzeigen Kredite offerierte. Dies war die Spur nach der die Beamten gesucht hatten. So hatte Matthias seinen Mörder kennen gelernt, der ihn am Morgen des 22. Julis abholte, um gemeinsam mit ihm zu einem Makler zu fahren. Matthias hatte extra sein Sparbuch mitgenommen, da dieser ihm Tipps gegen wollte, um das Geld lukrativ anzulegen. Dann töteten die beiden Männer Matthias, um an dessen Sparbuch zu gelangen. Auch Elisabeth musste sterben, da sie die beiden Männer hätte identifizieren können. Doch wer waren die beiden Männer? Diese Frage konnte erst am 12. Oktober geklärt werden. Als eine Angestellte der Druckerei in der Jagdstraße bei der Polizei anrief. Ihr war der Auftrag eines Kunden höchst dubios vorgekommen. Ein Mann hatte sich ihr mit seinem Dienstausweis als Verwaltungsinspektor Otto R. vorgestellt, der eine hohe Anzahl an Urlaubsmarken der gemeinnützigen Urlaubskasse für das Baugewerbe drucken lassen wollte. Der Plan war die Sparmarken bei den Banken gegen Geld einzutauschen. Doch der Mann hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht, in diesem Fall die findige Angestellte der Druckerei, die augenblicklich die Polizei verständigt hatte. So konnte die Streife noch Vorort Otto R. verhaften, der ein polizeibekannter Krimineller war. Doch dann geschah das Unfassbare, Otto R. schluckte im Polizeiauto unbemerkt eine Kapsel Zyankali. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb dieser. Bei der anschließenden Hausdurchsuchung wurden drei Pistolen sowie ein Passbild eines Mannes in Ottos Brieftasche gefunden. Der Mann stellte sich als der vorbestrafte Richard M. heraus, der offenbar der Komplize von Otto R., einem ehemaligen SA-Mann und Fremdenlegionär, war. Mit dem Foto sollte ein weiterer gefälschter Dienstausweis hergestellt werden. Richard M. wurde als Dreifachmörder verurteilt, der noch während seiner Haftstrafe im Gefängnis das Zeitliche segnete. Doch warum musste Maria sterben? Die Ermittlungen ergaben, dass diese vermutlich Zeugin eines geplanten Anschlags der beiden Männer auf ihre Chefin war. Doch aus unerklärlichen Gründen ließ das Mörder-Duo von seinem Plan ab. Damit war das Rätsel um den Dreifachmord geklärt.
